Einführungstext

Die IP und ihre arbeitsethische Haltung

Das eigene „Auf dem Weg sein“ als Legitimation für die Begleitung anderer

 

Wie verwandt wir doch sind – Gekrönte im Kreise

um das Herz aller Herzen eine Krone bildend

Wir sagen uns nichts Neues – alles Pilgern ist im Grunde ein Erinnern

Wir brauchen Erinnerung an das, was wirklich wichtig ist

Fern des Vielen, das vergessen macht – nahe dem Rande von allem was wir kennen, stehen wir in Mitten lebendigen Werdens und ahnen Gemeinschaft   

Holger Heiten

 

Die Weiterbildungsakademie des Eschwege Instituts heißt Campus Peregrini. Das kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Campus der Pilger“ und ist für uns ein Ort ständiger persönlicher Entwicklung.

Auf den klassischen Pilgerrouten nach Rom, Jerusalem oder Santiago de Compostella ist kaum jemand wirklich zu diesen physischen Orten unterwegs. Der Schritt von so manchem*mancher Pilger*in wird langsamer angesichts des physischen Ziels. Spätestens jetzt spüren alle, dass sie zu einem Ort tief in ihrem Inneren unterwegs sind.

Aus unserer Sicht läuft Pilgerschaft letztlich auf eine Suche nach einem tieferen Zuhause in sich selbst hinaus. Wer sich auf dieser Suche befindet, ist im Grunde ein*e Pilger*in. So gesehen ist jeder Mensch, früher oder später, ein*e Pilger*in

In den Wachstums- und Übergangskrisen, durch die wir im Leben gehen, müssen unsere Mythen, unsere Konzepte darüber, wie wir uns selbst und das Leben erklären, zerfallen. Wir fühlen uns haltlos und verloren, bis wir erkennen, dass nur eine weitere Schale, eine „alte Haut“, unter der sich eine neue, eine tiefere Wahrheit über uns zeigt, abgefallen ist. Wir ahnen, dass es nicht die letzte Schale war, die fallen musste und dass wir unterwegs sind zu einem tieferen Kern.

Eine Tätigkeit des Pilgerns besteht unserer Meinung nach darin, sich gegenseitig an das zu erinnern, was wir immer schon über den Weg zu diesem tieferen Zuhause wussten, jedoch im Vielen des Alltags immer wieder aus den Augen verlieren.

Wer andere Menschen, aber auch Institutionen und Unternehmen durch Wandlungsprozesse begleiten will, muss lernen, den respektvoll zuhörenden Rahmen des Councils zu halten. Er*sie muss lernen, wie man Antworten findet, die im Fragenden bereits angelegt sind und am Ende einer Prozessbegleitung würdevolle Rituale der Loslösung zu gestalten. Zu allererst aber muss ein Mentor sich selbst auf dem Weg wissen, muss sich selbst als Pilger*in verstehen und braucht, über die Schulung hinaus, selbst Begleitung im eigenen Prozess. Fachlich gesprochen brauchen Menschen, die sich dieser wachsenden gesellschaftspolitischen Herausforderung annehmen wollen, zumindest folgende drei Dinge:

  • Eine profunde, theoretisch/fachliche und methodische Ausbildung mit supervidierter Praxis- und Selbsterfahrung.
  • Authentizität und Bewusstsein über den Stand des eigenen, Prozesses, der selbst professionell oder zumindest durch Super- oder Intervision begleitet sein sollte.
  • Ein reflektiertes Menschenbild und eine daraus resultierende gelebte arbeitsethische Haltung.

Natürlich ist das durch die oben genannte Ausbildung und auch durch dieses Buch vermittelte Wissen und Können eine unverzichtbare Voraussetzung. Wer jedoch selbst einmal in Zeiten persönlicher Wandlungskrisen effektive Begleitung erfahren hat und sich fragt, was ihm*ihr damals wirklich geholfen hat, so war es sicherlich weniger die ausgefeilte Technik und das große Fachwissen des Mentors oder der Mentorin. Vielmehr suchen wir uns doch unsere Mentoren danach aus, ob sie in dem, was sie sagen und tun, authentisch sind. Wir wollen uns bei ihnen sicher und gesehen fühlen. Authentizität und ein grundsätzlich wertschätzendes und würdigendes Menschen- und Weltbild ist spürbar und schafft Vertrauen. Es ist jene Fähigkeit von Mentoren, durch egal welche Äußerlichkeiten hindurch auf etwas Gutes und Verheißungsvolles im Inneren, auf das Herz von jemanden zu schauen, die den Unterschied macht.

Was einen Mentor zu dieser Arbeit legitimiert und ihn*sie authentisch macht, ist also weniger dessen Alter oder graues Haar als vielmehr die Erfahrung, selbst und bewusst, ehrlich erlitten durch solche inneren Unterweltreisen, durch die er*sie Andere begleiten will, gegangen zu sein.

Es braucht die Bereitschaft, sich selbst immer wieder den eigenen Schatten und Ängsten zu stellen. Es braucht die eigene Erfahrung, dass das „Elixier des neuen Lebens“ nur von dem*der zu Initiierenden selbst und nach einer bestandenen Begegnung mit dem „inneren Drachen“ in Besitz genommen werden kann.

Das bewusste eigene, begleitete „Auf dem Weg sein“ schafft nicht nur Demut und Augenhöhe, sondern verhindert auch, dass ein Mentor mit dem eigenen Unerlösten den Prozessen Anderer, auch ohne es zu wollen, im Wege steht.

Unsere gelebte arbeitsethische Haltung basiert auf folgendem Menschenbild: Menschen verfügen bildlich gesprochen über eine grundsätzlich königliche und souveräne Natur, die im König*innenreich ihres eigenen Lebens wirksam ist, jedoch oft noch an unerlöste Traumen gebunden ist. Um diese Bindung (an z. B. Opfer- oder Täter*innen-Rollen) zu lösen, führen wir unsere Teilnehmenden durch Prozesse, in deren Verlauf sie sich die Krone der Souveränität über den eigenen Prozess wieder aufsetzen können. Diese von uns genannte „Entbindung des Königlichen“ impliziert auch die Grundannahme, dass die besten Antworten und Lösungen immer bereits in der*dem Fragenden als unübertreffbare Expertise des Eigenen angelegt sind. Wir, die diese Menschen begleiten, sind nicht die besserwissenden Experten*Expertinnen, sondern lediglich Hebammen bei der Geburt derer Antworten und Lösungen.

Erlebbar ist dies, so hoffen wir, ab der ersten Begegnung mit uns, da jene königliche Natur oftmals schon lange nicht mehr (oder gar noch nie) aufrichtig adressiert worden ist. Wenn sie sich gesehen fühlt, erwacht sie überraschend.

Dieses Adressieren und Einladen setzen wir konsequent methodisch fort wie z. B. mit den rituellen Hilfsmitteln des Kontemplativen Selbstverstehens in der Natur.

Auch die nicht-hierarchische Kommunikationsform Council macht mit ihrem respektvoll zuhörenden Rahmen erlebbar, dass jede einzelne Stimme oder individuelle Wahrheit im Kreis ein unverzichtbarer Beitrag ist. Diese individuelle Wahrheit löscht andere Wahrheiten nicht aus.

Als „Gekrönte im Kreise“ erinnern wir uns im Council an das, was wir über den Weg zu uns selbst immer schon wussten, jedoch im Vielen des Alltags aus den Augen verloren.

                                                                                                                  Text: Holger Heiten

Ethische Grundlagen für Initiatische Prozessbegleiter*innen

 

Die hier dargestellten ethischen Grundlagen, sind nicht als Voraussetzung, sondern als Rahmen zu verstehen, in den die Teilnehmer*innen im Laufe ihrer Ausbildung in Initiatischer Prozessbegleitung hineinwachsen können.

  • Ethische Grundlagen der Initiatischen Prozessbegleitung und der Visionssuche – Arbeit

Auf dem deutschsprachigen Netzwerktreffen 2007 beschlossen wir, ca. 60 Visionssuche-Leiter*innen, die folgenden „Ethischen Grundlagen“ in Kraft zu setzen. Seit 2013 werden sie laufend neu überprüft.

 

  1. Weltanschaulicher Hintergrund

Für uns hat die natürliche Welt einen Wert an sich, der über die menschlichen Nutzungsinteressen hinausgeht. Wir verstehen den Menschen als Teil der Natur, die alle Materie, pflanzliches und tierisches Leben einschließt. Wir glauben, dass die natürliche Welt in all ihren Formen unsere weise Lehrerin ist und uns zugleich als Spiegel von Wachstumsprozessen dient. Wir achten den Kosmos und im Besonderen die Erde als einen Organismus, der sich evolutionär entwickelt und dem wir unser Leben und Sterben verdanken.

Das Ritual der Visionssuche ist offen für alle kulturellen Traditionen, Religionen und politischen Anschauungen. Es ehrt die Vielfalt aller Rassen, Kulturen und deren religiöse und ethische Wertvorstellungen. Wir gehen dabei achtsam mit dem rituellen Erbe der Menschheit um. Wir verstehen unsere Arbeit als einen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung unserer Welt. Uns liegt daran, dass Menschen, die für ihr inneres Wachstum in die „Wildnis“ gehen, ihr Eingebundensein in die natürliche Welt wieder entdecken und sich für ihre Schönheit, ihre Vielfalt und ihren Geist öffnen können.

Kernabsicht unserer Arbeit in und mit der Natur ist es, Menschen auf ihrem Reifungsweg zu begleiten und ihre Potenziale zu fördern. Wir bieten ihnen einen rituellen Raum, in dem sie ihre Einzigartigkeit entfalten, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Identität entwickeln können.  Indem sie mit ihren speziellen Gaben der Gemeinschaft dienen, erleben sie sich als wertvoller Teil des großen Ganzen.

 

  1. Umgang mit der natürlichen Welt

Wir achten und schützen das Gebiet, in dem wir arbeiten. Wir hinterlassen so wenige Spuren wie möglich. Wir vermitteln diese Haltung auch unseren Teilnehmer/innen.

Wir respektieren die Verletzlichkeit jedes Ökosystems, machen uns mit seinen besonderen Bedingungen und den Naturschutz-Richtlinien im jeweiligen Gebiet vertraut und bewegen uns darin mit Achtsamkeit.

Für unseren Aufenthalt in der „Wildnis“ begrenzen wir die erforderlichen technischen und logistischen Ausrüstungen und Transportmittel auf ein Mindestmaß. Verschiedene Visionssuche-Leiter/innen entscheiden sich für Wildnis-Plätze im europäischen oder interkontinentalen Ausland. Sie sind sich der ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte ihrer Entscheidung bewusst.

Es ist unsere Absicht, mit den Menschen vor Ort zusammen zu arbeiten. Wir unterstützen sie in ihrer Fürsorge und Verantwortung für das öffentliche und private Gelände, auf dem wir uns mit unseren Gruppen bewegen.

 

  • Ausbildungs- und Arbeits-Grundlagen

Wir sind als Begleiter/innen von Wandlungs- und Übergangsprozessen in der natürlichen Welt gründlich ausgebildet. Zudem geben wir der persönlichen Lebenserfahrung und den bewusst durchlebten Wachstumskrisen der Visionssuche-Leiter/innen eine hohe Bedeutung.

Wir tauschen uns über unsere Arbeit regelmäßig aus, lernen voneinander und nutzen Angebote zur Intervision und Supervision.

Wissend, dass wir uns selbst wieder in Reifungsprozessen befinden, stellen wir an uns den Anspruch, regelmäßig fastend in die „Wildnis“ zu gehen, um die Prozesse, die wir begleiten, an Körper und Seele selbst zu erfahren.

Wir bilden uns in verschiedenen Bereichen der initiatorischen Naturarbeit fort.

 

  1. Qualität der Begleitung

Wir nutzen archetypische Formen der Begleitung von Lebensübergängen in der natürlichen Welt, die zu allen Zeiten in wohl jeder Kultur praktiziert wurden. Dabei verwenden wir Symbole, Geschichten, Unterweisungen, Rituale und Zeremonien, die für die Menschen, die zu uns kommen, angemessen und zeitgemäß sind.

Wir stellen als Visionssuche-Leiter/innen Räume in der natürlichen Welt zur Verfügung, in denen die Teilnehmer/innen sich in ihrem Rhythmus und nach ihrer eigenen Gesetzmäßigkeit entwickeln und entfalten können. Alle verwendeten Übungen und Rituale sind offene Angebote. Sie helfen, die inneren Antworten zu finden, die jede/r auf existentielle Fragen in sich trägt.

Wir schaffen einen tragfähigen organisatorischen, sozialen und spirituellen Rahmen, in dem Menschen ihre existentiellen Lebensübergänge und Wachstumsprozesse anerkennen und bekräftigen können. Wir bereiten sie darauf vor, die Erfahrungen ihres Wildnis-Aufenthaltes gut in ihr Alltagsleben zu integrieren. Die Teilnehmer/innen werden für eine Zeit vor und nach dem Ritual von den Leiter/innen auf ihrem Weg unterstützt.

Die Visionssuche als initiatorisches Ritual beinhaltet auch Risiken. Wir sorgen deshalb für optimale Vorbereitung und größtmögliche Sicherheit. Die Eigenverantwortung der Teilnehmer/innen hat wesentliche Bedeutung.

Wir achten darauf, die Grenzen unserer persönlichen und fachlichen Kompetenzen zu kennen und einzuhalten. Um unterschiedliche Fähigkeiten zu nutzen und eine optimale Sicherheit zu gewährleisten, arbeiten wir meist in Teams.

Die Visionssuche erfolgt in einem geschützten Rahmen, in dem alle Informationen über die Teilnehmer/innen im Kreis der Gruppe bleiben. Begleiter/innen von Übergangsprozessen unterliegen der Schweigepflicht. Wir gehen keine erotisch/ sexuellen Beziehungen zu den Teilnehmer/innen während unserer Veranstaltungen und in der Zeit der Nachbereitung ein. Dies gilt für Leitung, Assistenz und Trainees.

 

  • Ergänzende, für das Eschwege Institut gültige ethische Grundsätze

 

Steven Foster & Meredith Little: “Don’t let them give their power away!“

Wir arbeiten mit mächtigen, kraftentfaltenden Instrumenten. Die z.T. starken emotionalen, gefühlsmäßigen, geistigen oder spirituellen Auswirkungen unserer Arbeit, können bei den Teilnehmer/innen das Bedürfnis nach großer Dankbarkeit auslösen und evtl. auch zu dem Missverständnis führen, wir wären die Ursache dieser Wirkung.

Wir lassen jedoch bei unserer Tätigkeit als Gruppen- bzw. Ritualleiter/innen nicht zu, dass uns von unseren Teilnehmer/innen, eine „Macht“ über sie, oder ein „Besser wissen“ zugesprochen wird.

Vielmehr weisen wir immer wieder auf das königliche, weise und selbstheilende Potential in ihnen selber hin und darauf, dass der zuverlässigste Experte für Fragen ihres eigenen Weges in ihnen selbst zu finden ist. Wir gehen davon aus, dass die Antworten für die brennenden Fragen ihres Lebens in ihrem System schon angelegt sind, nur dass sie oft durch bloßes Nachdenken nicht zu diesen vordringen können.

Wir arbeiten deshalb mit dem „kontemplativen Selbstverstehen in der Natur” als einen von vielen möglichen Wegen, unseren ins Bewusstsein drängenden aber noch unbewussten Anteilen begegnen zu können und sie uns zu eigen zu machen. Mit Hilfe des kontemplativen Selbstverstehens verhelfen wir unseren Teilnehmer/innen lediglich dazu, sich ihre eigene Wahrheit mitzuteilen.

Wir gehen dabei davon aus, dass die innere Seelenlandschaft eines Menschen unter bestimmten Voraussetzungen als in der äußeren Landschaft wiedergespiegelt wahrgenommen werden kann. Teile dieser Landschaft, die einem noch nicht bekannt sind, können so bewusst wahrgenommen und untersucht werden. Oft handelt es sich dabei um Teile, die man sich von keinem anderen Menschen hätte aufzeigen lassen. Deshalb wird die Natur, die keine moralischen Wertungen und Urteile kennt, als Spiegel bevorzugt.

Wir arbeiten somit folgerichtig in dem Bewusstsein, dass wer immer sich vor uns verneigt, sich gleichzeitig auch vor sich selbst verneigt. Es ist uns dabei ebenso wichtig, diese Verneigung vor unserem eigenen „königlichen Potential“ anzunehmen.

 

Ein Ritual soll dem Menschen dienen und nicht der Mensch dem Ritual!

Ein / eine Initiatische Prozessbegleiter/in kennt und respektiert die Regeln der Welt (Norden-Schild  – der/die verantwortliche Erwachsene), ist aber nicht ihr vehementer Anwalt.

Seine / Ihre Herangehensweise kommt aus dem Osten-Schild, weshalb er / sie z.B., anders als aus dem Norden-Schild heraus, über vordergründige Unregelmäßigkeiten hinweg auf die Qualitäten oder Ursachen dahinter sehen und diese adressieren kann.

Er / sie kann dabei auf unkonventionelle und überraschende Mittel zurückgreifen, die einem Norden-Schild Vertreter nicht zustehen würden. So dient die Form im Osten-Schild immer dem Individuum und nicht, wie es im Norden-Schild ist, umgekehrt.

Übergangsrituale dienten in früherer Zeit, aus sozialer Notwendigkeit, der Initiation in vorgegebene Lebensweisen, Rollen, Aufgaben usw., entsprechend hatten sie auch eine vorgegebene Form.

Immer wieder dienten vorgegebene rituelle Formen auch der Machtausübung der Ritualleiter (Priester) über andere. Wenn Menschen Ritualen aus Angst oder Pflichterfüllung dienen, können diese Rituale zu leeren Hüllen verkommen.

Heutige Übergangsrituale sollten der Initiation in die ureigenen, individuellen Potentiale dienen und ein Beistand auf dem Weg zur Individuation eines Menschen sein. Wir gehen davon aus, dass in sich selbst initiierte Menschen, eine Bereicherung für jede Gemeinschaft sind, weil sie authentischer, selbst -bewusster und -verständlicher ihre Verantwortung in ihr erkennen und übernehmen können.

 

Steven Foster & Meredith Little: In order to serve the process, go out of its way!

Wir bemühen uns, die von uns gehaltenen Prozesse unserer Teilnehmer/innen, von Störungen oder Belastungen freizuhalten, die durch die Vermischung mit dem unerlösten „Eigenen“ verursacht werden können. Wenn wir bemerken, dass das Eigene angerührt ist, legen wir dies offen und versuchen diesen Umstand dann zur Unterstützung der Prozesse unserer Teilnehmer/innen einzusetzen.

  • Unsere diesbezüglichen Bemühungen richten sich insbesondere auf folgende Bereiche:
  • Eigene erlittene seelische Verwundungen, Sinnkrisen, Verfehlungen und schattenhafte Anteile, anschauen, bearbeiten und ggf. zu heilen.
  • Zugunsten einer Aufgabe, eigenen Bedürfnisse zurückstellen lernen.
  • Ein sinnstiftendes Welt- und Menschenbild und einen praktikablen Weg zu finden, sich an die „nie versiegende Kraftquelle“ anschließen zu können.
  • Psychohygiene zu betreiben, um die Arbeit langfristig und nachhaltig tun zu können, bzw. nicht irgendwann andere Kraftquellen, wie z.B. Familie, Team, Körper, Teilnehmer*innen etc. zu missbrauchen.
  • Welt- und Menschenbild und Angeschlossen sein lediglich durch das Gelebt werden zu bezeugen und niemanden davon überzeugen zu wollen.

 

Freiwilligkeit

Der Ansatz der Initiatischen Prozessbegleitung lebt im Wesentlichen davon, dass die Antworten schon im Fragenden angelegt sind und wir diese lediglich als „Hebammen“ zur Welt bringen, die dieses Antworten nicht gezeugt haben. Daraus folgt die Voraussetzung der Freiwilligkeit. Unsere Arbeit ist nur zielführend, nachhaltig und ethisch vertretbar, wenn unsere Teilnehmer/innen sie freiwillig in Anspruch nehmen.

 

 

 

 

 

 

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