17. Juli - 25. Juli 2021

Meeres Queste

Eine Pilgerreise zu Dir selbst und zugleich eine unvergessliche Begegnung mit der wilden Schönheit des Meeres und der Natur

„Es war wie eine archaische Reise zu jener unbewohnten Insel in uns selbst, angefüllt mit tiefsten Sehnsüchten nach Heilwerden und Nachhause Kommen – und es ist als wäre ich immer schon zu dieser Insel unterwegs gewesen“                                             Ein Teilnehmer

Die Meeres Queste ist eine Art initiatische Pilgerreise zu einer tieferen Wahrheit in Dir selbst. Wir segeln dazu auf einem Traditionssegelschiff, zu einer unbewohnten Waldinsel in der Ostsee und gleichzeitig inwendig zu jener unbewohnten Insel in uns selbst.

Dort wirst Du, nach gründlicher Vorbereitung, für eine 36 Stunden Solo-Zeit an Land gebracht, während das Team Tag und Nacht im Base Camp Wache hält und im Notfall ansprechbar ist.

Schau Dir hier einen kurzen Video Clip zur Veranstaltung an:

In der urtümlichen Naturlandschaft des Meeres, spiegelt sich eine urtümliche Kraft in Dir selbst. Ihr näherst Du Dich am besten mit einem traditionellen Segelschiff, weil Du Dich dafür mit allen Sinnen dem Spiel von Wind und Wetter, Wellen und Strömungen öffnen musst.

„Es gab bislang keinen bedeutenden Menschen, der sein ganzes Leben auf dem Festland verbrachte.“

                                                                                                                    Herman Melville

Wir segeln auf einem Traditionssegelschiff, zu einer unbewohnten Waldinsel in der Ostsee. Dort wirst Du, nach gründlicher Vorbereitung, für eine 36 Stunden Solo-Zeit an Land gebracht, während das Team Tag und Nacht im Base Camp Wache hält und im Notfall ansprechbar ist.

Unsere Unterbringung wird einfach sein und wir werden zusammen segeln, Mahlzeiten zubereiten und essen. Wir werden Zeiten der stillen Übung und des sich Mitteilens haben. Wir werden uns tiefer kennen lernen und eine starke Gemeinschaft auf Zeit bilden.

Du übertrittst zwei aufeinander folgende Schwellen:

Mit dem Schritt von der Kaimauer an Bord, lässt Du, wie alle anderen Seefahrer vor Dir, Deine alte Identität und Deinen guten oder schlechten Ruf, an Land zurück.

Jetzt zählt, was Du wirklich tust, wer Du wirklich bist und ob man sich auf Dich verlassen kann, wenn´s drauf ankommt. Eine gute Gelegenheit, Dein Selbstbild zu überprüfen.

Die zweite Schwelle führt Dich in eine 36 Stunden Solozeit, die Du allein und fastend auf der unbewohnten Waldinsel und in der wilden Schönheit der Natur verbringen wirst.

Dafür wirst Du genug Ausrüstung mitnehmen, um Dich trocken und warm halten zu können. In der Zeit davor, wirst Du an Bord, innerlich und äußerlich, gründlich darauf vorbereitet, Deine großen Fragen zu stellen

Zurück an Bord wird es Gelegenheit geben, in feierlicher Runde von Deinem Erlebnis zu berichten. Das Ziel der Queste ist es, die neueste und tiefere Wahrheit über Dich, formulieren und annehmen zu können, damit sich das große Rad der persönlichen Weiterentwicklung auch wieder in Bewegung setzen kann.

Der grobe Ablauf wird wie folgt sein:

Wir starten am ersten Tag um 14:00 Uhr in Kiel.
3,5 Tage segeln und innerlich vorbereiten
1 Tag intensive Vorbereitung
2 Nächte und ein Tag fastend und allein auf der Insel
3 Tage Nachbereitung und zurück nach Kiel segeln

Hinzu kommen Eigenkosten für die Anreise.

Durchgeführt wird dieser Prozess von dem bewährten Team Holger Heiten und Boris Szczesik. Boris ist ein erfahrener Kapitän und leidenschaftlicher Segler, der seit seinem 15´ten Lebensjahr sowohl mit Traditions- als auch mit modernen Segelschiffen vertraut ist.

Möchtest Du mehr darüber erfahren,

was eine “Queste” eigentlich ist und wie sie sich von einer Visionssuche unterscheidet? Dann lese hier mehr darüber.

was es mit “Solo-Zeiten”, dem “Spiegel der Natur”, oder “kontemplativen Selbstverstehen in der Natur” auf sich hat, dann lese hier darüber.

Ein Reisebericht von der Meeres Queste

„Die Meeres Queste war wie eine, alle meine Vorstellungen übersteigende, archaische Reise zu jener unbewohnten Insel in uns selbst.“ Holger

Zu jener Insel unterwegs zu sein ließ in jedem von uns eine überraschende Vielzahl von Metaphern aufsteigen, angefüllt mit Zuschreibungen tiefster seelischer Sehnsüchte nach Heilwerden und Nachhause kommen. Ich wache immer noch manchmal morgens auf und denke ich wäre noch an Bord – und es ist als wäre ich immer schon zu dieser Insel unterwegs gewesen ….

Die Meeres Queste war von Anfang an eine gelungene Mischung aus Ritual, Selbsterfahrung Teil einer Segelcrew zu sein und einer einzigartigen Begegnung mit der Natur. Für die 14 teilnehmenden Männer und Frauen, war schon das Gehen über die Gangway an Bord als Ritual des Loslassens gestaltet und als Einladung, sich als die Person noch einmal neu kennen zu lernen, die sie jenseits aller Zuschreibungen geworden sind.

Die Winde standen günstig und wir segelten sanft über imposante, in der Sonne glänzenden Wogen hinweg, als würden wir sie reiten, oder sie uns tragen. Wir waren hauptsächlich Männer und Frauen zwischen 30 und 55 Jahren, darunter aber auch zwei Väter und ihre 10´und 14´jährigen Söhne, sowie ein Sozialpädagoge und ein von ihm betreuter 17´jähriger.

Der älteste Mann unter uns war 76 Jahre alt. Darüber hinaus war natürlich noch die Stamm-Schiffscrew mit Kapitän und zwei Matrosen an Bord. Wir kochten, aßen, führten Segelmanöver gemeinsam durch und nächtigten zusammen auf recht engem Raum, wobei wir schnell zu einer Gemeinschaft zusammenwuchsen. Das Schiff wurde bald zu einer eigenen Art Insel, umgeben von Weite und wilder Natur, die sehr fern von all dem zu sein schien, was uns zuvor so wichtig erschien. Es wurde immer leichter den Blick auf die viel wesentlicheren Dinge zu lenken. Die Insel tauchte nach zwei Tagen geheimnisvoll und einladend am Horizont auf und als wir dort vor Anker gingen, da ging die Sonne unter und tauchte sie in ein fast überweltliches Licht.

Als wir dann nach einiger Vorbereitung an Land gingen, stellte sie sich als absolutes Juwel mit uraltem Baum- und großem Wildbestand heraus. Wir alle hielten angesichts dessen die Luft an vor Staunen. Genau Im Zentrum der Insel brütete ein Seeadlerpaar und in der stillen See, nördlich der Insel, tummelten sich den ganzen Tag Schweinswale (eine kleine Delfinart).

In diesem Ambiente, gingen dann alle zu ihrer Solozeit, fastend in die Einsamkeit der über gut 3 Quadratkilometer ausgebreiteten wilden Natur.

Wie es für die Teilnehmer/innen war, können folgende Rückmeldungen evtl. etwas veranschaulichen:

„Ich wurde zutiefst “berührt” auf eine bisher unbekannte liebevolle Weise .. vom kraftvollen Wind, vom sanften Schaukeln des Schiffs, vom unaufhörlichen Murmeln der Wellen und vom flüsternden Rascheln der Buchenblätter … durch Geschichten von Menschen, die ihr Herz haben sprechen lassen … von gegenseitiger Anteilnahme und Trost … meine Seele und mein Herz sind heil geworden .. Dankeschön für alles … (eine Teilnehmerin)

„Das Beste an der Meereszeit war, dass ich so viel für mich aus der Welt der Erwachsenen mitgenommen habe. Die Nacht allein am Meer war auch richtig cool. Ich hab keine Angst.” (14´jähriger Sohn)

Eine magische Reise zu unserer innersten Insel und zu dem Schatz der dort verborgen und bewahrt ist. Mit einer großen Umarmung und einem tiefen Dank. (ein Teilnehmer)

So wie der Wind mit dem Wasser spielte und rang, so rangen und spielten meine Fragen an das Leben im Spiegel des Segels und der Natur. In klaren Antworten so selbst aufgetaucht vom Grund des eigenen Meeres – getragen in einer liebevollen Gruppe auf einem Schiff, in dessen Bauch die Kerze für alle leuchtete. (ein Teilnehmer)

Für Vater und Sohn war dies eine wunderbare Zeit der Verbindung, mit allem was war und dem was sein kann – Freiheit ist die Bedingung und das Ergebnis; für beide. Möglich geworden gemeinsam auf einem Schiff – ein besonderes Gefährt, welches auf dem Meer das Getragen sein fühlen lässt, dort wo Wind und Weite der Freiheit ein grenzenloses Maß geben. Dies war ein Geschenk zur Jugendweihe – nun ist er wirklich zu einem jungen Erwachsenen initiiert, auf hoher See und einer zauberhaften Insel. (ein Vater)

Die Wellen meines Lebens zogen an mir vorüber, tauchten auf und wieder ab, verschwanden, zogen neue Kreise und Schaumbögen, manchmal ganz still und kaum spürbar, manchmal wild und unbändig. Was hab ich schon alles geschafft und durchgestanden? Was kann ich ziehen lassen? Welche Welle würde ich gerne festhalten und nochmal ihre Bewegung anschauen – wieder und wieder? Was taucht aus dem Spiegel der See auf? Ist es ein Ungeheuer oder ein Schatz? Wie fühlt es sich an? Wie ist ihr Name? Was flüstert mir das Meer und der Wind ins Ohr? Wofür setze ich die Segel? Wer steht gerade am Steuer meiner Seele?Eine Reise ins Innere begann und die Insel tauchte am Horizont auf. (eine Teilnehmerin)

Für mich ist das Geschenk dieser Reise, spüren zu dürfen, dass ich nicht alleine suche, sondern dass wir eine Gemeinschaft von Suchenden sind die in der Begegnung Kraft gewinnt. (ein Teilnehmer)

Komm Du doch auch mit auf diese unvergessliche Reise!

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